Ein Gedicht, das mich so beeindruckt hat, das ich es mit euch teilen möchte:

Von den Flüssen bis zum Meer, von den Sternen bis zur Sonne,
neue Abenteuer suchen wir, wollen Lachen und grosse Wonne.

Als Entdecker von allem, die Abenteuer gross oder klein,
unser erster Schritt muss das Packen des grossen Kanus sein.

Heute erzählen wir die Geschichte des dummen Seefahrers, der – nanu!
Seine Reise nie antrat, denn er verstand’s nicht zu packen sein Kanu.

All sein Gut lag auf dem Strand, sollte mit auf diese Reise,
doch nicht alles war davon nützlich auf die gleiche Weise.

Die Wichtigsten tat er zur Seite, sie wollt’ er verstauen am Schluss.
Sein Surfbrett, Speer, Paddel und Hut, für sein Abenteuer ein absolutes Muss.

Am ganzen Strand versammelten sich Leute, sie kamen von fern und von nah.
Und jeder glaubte zu wissen, was auf die Reise mitzunehmen war.

Nimm dies, nimm das und jenes noch, so beschied ihm manch einer;
Zur See gefahren, ins Wasser gestochen, war von ihnen noch keiner.

Nimm dies, nimm das und jenes noch, so riefen andere ihm zu,
die ihr Leben lang nur träumten von Abenteuern und viel Spass dazu.

Sie riefen und riefen bald stundenlang und hörten gar nicht mehr auf.
Der dumme Seefahrer, er mühte sich, und hörte tatsächlich darauf.

Er packte das Kanu, er füllte es an, wohl hundert Mal einen Platz er fand.
Doch stets wenn er meinte, fertig zu sein, stand das Wichtigste noch am Strand.

Der Seemann sprach ganz unbeirrt, das Wichtigste nehm ich am Schluss,
die Zeit verging und immer noch, sass er fest mit grossem Verdruss.

Wie mach ich’s nur, wie tu ich’s bloss... er plagte sich so sehr.
Doch immer noch packte er nicht ins Boot, was er dringend brauchte auf dem Meer.

Die Tage und Wochen, sie gingen dahin, die Regensaison hat fast schon begonnen,
und als dann der erste Tropfen kam, war die Zeit zur Abfahrt verronnen.

Es regnete hinab, viele Tage lang, und Donner gesellte sich dazu.
So gab der Mann seinen Traum endlich auf, und verliess sein grosses Kanu.

Die grosse Lehre verstand er nicht, die jeder von uns sollt bewahr’n:
Das Wichtigste pack zuerst ins Boot, sonst kannst du nicht in die Ferne fahrn.

Drum denkt an die Geschichte vom Seemann, der zu dumm war dazu,
nie ging er auf Reisen, denn er verstand’s nicht zu beladen sein schönes Kanu.

Was das Wichtigste im Leben, packt zuerst in das Kanu,
sonst habt ihr ein Leben voller Dinge, aber keine erfüllenden Abenteuer dazu.

                                                                        (J. Streleckey)

 

Leben.Leicht.Jetzt!

Gesichter lesen: DU KENNST NIEMANDEN - Episode 2

Jeder kennt das Gefühl: Du bist auf einer Party, in der Du niemanden kennst. Du wolltest halt der neuen Bekannten oder einem Freund einen Gefallen tun... Du bist eigentlich nicht schüchtern und gehst daher auf eine Person, die in der Nähe steht zu, um ein lockeres Gespräch anzufangen. Nach dem dritten Versuch das Gespräch in Gang zu halten merkst Du, dass ihr euch nicht wirklich viel zu sagen habt - aber wie kommt man jetzt aus dieser Situation heraus? 
Erst unauffällig, dann immer offensichtlicher blickst du dich um - wo verdammt ist deine Bekannte? Mein Gott ist dieser Typ langweilig - bloss weg hier!

Tja, diese Situationen lassen sich eindeutig mit der Physiognomik vermeiden. Im Gesicht des Anderen lesen zu können, bedeutet auch zu wissen, mit wem man in Kontakt gerät. Wenn Du selber ein emotionaler Mensch bist, der schnell zu begeistern und neugierig ist, solltest Du auf Menschen zugehen, die ähnlich gestrickt sind wie Du. Ansonsten ist das Risiko gross an eine Person zu geraten, mit der Du nichts gemeinsam hast und die anders denkt und tickt wie Du. Solltest Du also in einem solchen Fall auf einen analytischen und mehr rational geprägten Menschen stossen, ist es von Anfang an hoffnungslos einen gemeinsamen Nenner zu finden und ein Gespräch verläuft in die Sackgasse.

Du siehst - die Physiognomik kann dir einen tollen Abend verschaffen!

Gesichter lesen: IN DER BAHN - Episode 1

Bahnfahrten sind eine wunderbare Gelegenheit Menschen zu beobachten und zu trainieren sie einzuschätzen.
Alle sind beschäftigt, hören Musik, lesen ein Buch oder schauen auf ihr Smartphone. Nur selten bekomme ich einen missbilligenden Blick zugeworfen, nach dem Motto: "Was guckst Du so?" In diesen Momenten kontere ich mit einem Kompliment: "Sie haben wunderschöne Augen. Sie sprechen von einem Menschen mit hohen Idealen und viel Optimismus!"
Als Antwort erhalte ich ein erstauntes, mitunter verlegenes Lächeln. 

Und ich merke mal wieder, wie schön es ist Menschen vollkommen unerwartet ein Kompliment zu machen!

Meistens entwickelt sich daraus ein Gespräch und ich liefere noch 1-2 weitere Hinweise auf die charakterliche Präferenz meines Mitreisenden - und bin, wie immer, so glücklich zu sehen, wie der Andere sich darin wiederfindet.

Ich hatte diesen Menschen zuvor nie gesehen und konnte trotzdem einschätzen, mit wem ich es zu tun hatte!

Das Gesichter lesen - die "Physiognomik" - sollte wirklich zur Allgemeinbildung gehören!

Bis nächste Woche!
Ihre Gabriela von der Höh